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Warum eigentlich Amerika?



Für die meisten Menschen, denen ich von meinen Plänen erzähle, ist es vollkommen unverständlich, warum ich auswandern möchte. Na klar, Deutschland ist auch toll, aber es ist und bleibt mein Wunsch, in den USA zu leben und zu arbeiten.
Im Jahr 2001 wurde dieser Traum für ein Jahr für mich zur Realität, ich ging als Au Pair in die USA und lebte dort bei einer Familie mit drei kleinen Kindern. Dieses Jahr war sehr stressig und obwohl ich am Anfang mit starkem Heimweh zu kämpfen hatte, so war dieses Jahr doch eine der wichtigsten und schönsten Erfahrungen meines Lebens. Natürlich war ich froh, als ich nach einem Jahr wieder bei meiner Familie war, aber bereits nach einigen Monaten merkte ich immer wieder deutlich, dass ich ein „Heimwehgefühl“ nach meiner zweiten Familie in den USA hatte. Nicht nur nach der Familie, auch nach dem Land an sich. Nun bin ich bereits seit über vier Jahren wieder in Deutschland, doch das Gefühl bleibt.
Niemand aus meiner Familie, meinem Freundes- und Bekanntenkreis teilt meine Begeisterung für die USA und aus diesem Grunde kann es vermutlich auch kaum einer nachvollziehen, warum ich dort leben möchte. Nun meine Lieben, kaum einer von euch war ja auch bisher dort...vielleicht würdet ihr dann meine Begeisterung teilen?:)
Meine Liebe zur USA begann bereits im Teenageralter, ich wollte immer in den USA leben, schaute mit großer Begeisterung amerikanische Filme und Serien und in dieser Zeit beschloss ich auch, als Au Pair zu arbeiten.

Ja, was mag ich eigentlich an Amerika?

  • Die Weite und Vielfältigkeit: In diesem einem Land, was so unendlich groß ist, kann man so viele tolle Orte besichtigen und Dinge erleben, was in Deutschland einfach nicht möglich ist.
  • Das Klima: Was haben wir hier in Deutschland- abgesehen vom Dauerregen- eigentlich für Wetterverhältnisse? In den USA habe ich vier wunderschöne Jahreszeiten erfahren, richtig hohen Schnee erlebt, einen langen Sommer gehabt!
  • Großstädte und Skylines 
  • Die amerikanische Art, Hochzeiten zu feiern: einfach toll!
  • Drive thru everything: Nicht, dass ich faul oder so wäre, aber wie toll ist es denn bitte, wenn man an den Geldautomaten mit dem Auto vorfahren kann? (Ganz besonders, wenn man drei kleine Kinder im Auto hat, die man nicht extra abschnallen muss...)
  • Gelbe Schulbusse
  • Bargeldlos zahlen und das überall!
  • Automatik im Auto!!!
  • Rechts abbiegen zu können, obwohl die Ampel rot ist
  • Das Essen: Pancakes, Muffins, Donuts, French Toast, Burger...ich liebe es!
  • Die amerikanische Art, Geburtstage zu feiern.
  • Halloween
  • Thanksgiving
  • Die vielen Lichter vor Weihnachten!
  • Amerikanische Gottesdienste
  • Die Sprache!
  • Die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Amis: mag sein, dass viele das als Oberflächlichkeit beurteilen, ich mag es!
  • Die amerikanische Art zu „daten“ 
  • Benzinpreise
  • Free Refills... 
  • Malls (Einkaufszentren)
  • Geschäfte, die 24 Stunden und / oder sonntags geöffnet haben

So, das waren erstmal alle Dinge, die mir spontan eingefallen sind.
Ich musste in den letzten Monaten auch oftmals das Argument hören, wofür ich denn studiert hätte, wenn ich nun wieder als Kindermädchen einen „minderwertigen“ Job machen wollte. Nun ja, es ist ja nicht so, dass ich umsonst studiert hätte, den Abschluss habe ich und vielleicht kann ich ihn irgendwann in meinem Leben noch mal gebrauchen und wenn nicht, dann hab ich halt für mich studiert, ich bereue diesen Entschluss nicht und bin glücklich und stolz, studiert zu haben. Außerdem bleibe ich ja im „sozialen Bereich“, von daher kann ich meine Erfahrungen und Kenntnisse, die ich in der Ausbildung und im Studium gemacht / erworben habe, ja durchaus nutzen, oder? Und der letzte und auch entscheidende Grund ist natürlich auch das Gehalt. In den USA werde ich als Nanny mehr verdienen, als ich hier in Deutschland als Erzieherin oder Diplom- Sozialpaedagogin verdienen würde, bei freier Unterkunft und Verpflegung!
Außerdem...wenn ich mir diesen Traum nicht jetzt, wo ich die Chance dazu habe, erfülle, dann werde ich das irgendwann bereuen...und so kann ich sagen: Ich habe es wenigstens versucht!
Na, kann irgendjemand meinen Traum vom Leben in Amerika nun besser verstehen? :)

Alles Liebe, eure Nadine

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